Pressemitteilung des Bundesverbandes - Berlin, den 21.04.2020. Die Bundesverteidigungsministerin plant den Ankauf von Kampfflugzeugen für die Bundeswehr in den USA. Damit wird ein angeblicher Ersatzbedarf für die alten Tornados gedeckt. Die Arbeiterwohlfahrt kritisiert diesen Vorstoß entschieden. Dazu erklärt Wilhelm Schmidt, der Präsident der Arbeiterwohlfahrt:

 

„Gerade erst zeigt uns die Pandemie eindrücklich, wo in Deutschland dringender politischer Handlungsbedarf besteht. Menschen müssen hierzulande darum kämpfen, Schutzkleidung für ihre Arbeit zu bekommen. In Schulen fehlen Seife und warmes Wasser. Und die Bundesregierung hält es für angemessen, jetzt über den Ankauf von Kampfjets nachzudenken?

 Die Arbeiterwohlfahrt unterstützt die Bemühungen der Bundesregierung, unsere Mitmenschen möglichst sicher durch diese Krise zu führen. Aber es ist Instinktlosigkeit der Verteidigungsministerin und CDU-Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer, wenn aus den Reihen der CDU/CSU gleichzeitig gegen die Grundrente und die dringend notwendige Erhöhung des Kurzarbeitergeldes geschossen wird.

Unser Land braucht keine Kampfjets. Unser Land braucht Sozialleistungen, die den Menschen ein Leben in Würde erlauben.“

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Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird bundesweit von über 335.000 Mitgliedern, 66.000 ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern sowie 225.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen.

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